Marokko

Die Saadier-Gräber Gräber in Marrakesch

Die Saadier-Gräber in Marrakesch

Ursprünglich diente das Gelände lediglich als Garten der Kasbah-Moschee. Bereits Jahrhunderte vor der Herrschaftszeit der Saadier (1549–1664) wurden hier mehrere Emire sowie der Meriniden-Sultan Abu l-Hasan beigesetzt.

Die heute sichtbaren Mausoleen und die umschließenden Mauern wurden im späten 16. Jahrhundert unter Ahmad al-Mansur errichtet und danach über mehr als zwei Jahrhunderte genutzt, bis sie vom Alawiden-Sultan Mulai Ismail mit hohen Mauern umgeben wurden, um das Andenken an die Saadier-Dynastie zu tilgen.

Die Anlage beherbergt die Gräber von sieben Sultanen und 62 Mitgliedern ihrer Familien sowie über 100 weitere Gräber, die sich auf zwei Mausoleen und einen begrünten Hof verteilen. Sie ist vollständig von schmucklosen Stampflehm-Mauern umschlossen; nur im Norden wird sie von den Mauern der Kasbah-Moschee begrenzt. Erst 1917 wurde die Anlage zufällig wiederentdeckt. Seitdem wird sie laufend restauriert.